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Vom KSV zum TTC zum KSV(1993-1997)

Spätestens im Frühling 1993 war allen im „alten KSV" verbliebenen Abteilungen klar, dass es unter dem Dach des in Konkursverfahren steckenden KSV keinen weiteren Sportbetrieb geben würde. Auch für uns, die Tischtennisabteilung, galt es daher, ei¬nen Neuanfang zu wagen. Im Vorstand wurde sowohl der Anschluss an einen beste¬henden Verein als auch die Neugründung eines Vereins geprüft und diskutiert. Da im Damenbereich mit der Mannschaft weiter in der 2. Bundesliga Leistungssport be¬trie¬ben werden sollte, stellte sich bald heraus, dass dies wohl nur bei einer Neugrün¬dung eines eigenständigen Tischtennisvereins weiter möglich sein konnte, zumal die Zeit drängte und wegen der bevorstehenden neuen Saison alles recht zügig über „die Bühne" gehen musste. Blieb nur noch die Frage des Namens zu klären. Eigent¬lich war beabsichtigt, den Namen des alten KSV irgendwie mit in den neuen Verein zu übernehmen. Dies scheiterte jedoch letztlich an dem Widerspruch der für das Ver¬einsregister zuständigen Rechtspflegerin des Amtsgerichts in Kassel. Da wir keine Zeit für und Lust auf lange Rechtsstreitigkeiten hatten, entschlossen wir uns kurzfris¬tig für einen völligen Neuanfang auch vom Namen her und gaben dem neuen Verein den Namen „ Tischtennis - Club - Kassel" (TTC Kassel). Die Satzung war schnell ge¬schrieben, der Verein mit den obligatorischen sieben Gründungsmitgliedern bald ge¬gründet und im Vereinsregister eingetragen. Am 24.7.1993 fand in der Turnhalle der Jacob-Grimm-Schule die entscheidende Mitgliederversammlung statt. Die Mit¬glieder verließen geschlossen die Tischtennisabteilung im alten KSV und wechselten zum TTC, der im Anschluss daran gleich seine erste Mitgliederversammlung abhielt und einstimmig den neuen Vorstand wählte. Erste Vorsitzende wurde Uschi Hempel, ihr Stellvertreter Stephan Heidelbach, als Schatzmeister wurde Karl - Heinz Schäfer und als Damenwartin Lisa Ebhardt gewählt. Zugleich wurde an diesem Abend mit Katharina Tauschkanova auch die neue Spitzenspielerin für die nächste Saison vor¬gestellt, die - wie sich in den folgenden Jahren herausstellen sollte - auch erheblich dazu beitrug, dass der eben erst „aus dem Ei gekrochene Verein" sportlich die bes¬ten Zeiten im Damentischtennis in Kassel erlebte.
In der ersten Saison 1993/1994 spielten in der ersten Damenmannschaft in der 2. Bundesliga neben Katharina mit Margret, Tanja und Katja noch drei „Eigengewächse".


Die zweite Mannschaft spielte in der Regionalliga, die dritte Mannschaft in der Ober¬liga und die vierte in der Bezirksoberliga. Weiter gab es drei Herrenmannschaften in der Bezirksklasse, der Kreisliga und der Kreisklasse sowie eine Jugendmann¬schaft in der Kreisliga. Der neue Verein hatte ca.60 Mitglieder.
Gleich in der ersten Saison gelang der ersten Damenmannschaft mit dem für alle doch recht überraschenden Aufstieg in die 1. Bundesliga der Damen der bisher wohl größte Erfolg im nordhessischen Tischtennis. Zahlreiche Zuschauer hatten die span¬nenden Spiele verfolgt und den Aufstieg bejubelt. Garant für den Aufstieg war neben der geschlossenen mannschaftlichen Leistung sicher Katharina, die mit ihrem star¬ken und schön anzuschauenden Abwehrspiel im vorderen Paarkreuz mit 41:9 eine sehr gute Saison spielte.


In der folgenden Saison gab es zunächst mit derselben Mannschaft, nur verstärkt durch die Rückkehrerin Petra Krause, einen harten und erbitternden Kampf gegen den von allen vorausgesagten Abstieg aus der ersten Bundesliga. Es gab - wie er¬wartet - klare Niederlagen aber auch einige völlig überraschende Punkte. Die Mann¬schaft kämpfte hervorragend und hielt den Ausgang lange offen. In der Rückrunde erfolgte die Verstärkung durch die junge Katrin Meyerhöfer, die seit gut 1 ½ Jahren bei uns spielte. Sie hatte durch große Erfolge in der zweiten Mannschaft und in den natio¬nalen Jugendauswahlmannschaften auf sich aufmerksam gemacht und damit ihr Auf¬rücken in die Erste sich wahrlich verdient. Es gab ein Herzschlagfinale und letztlich fehlten nur „zwei Bälle zum Wunder", wie die HNA am nächsten Tag in ihrer Überschrift schrieb. Im letzten Spiel gab es „nur" ein Unentschieden gegen Ber¬lin, das für uns den Abstieg und für unseren unmittelbaren Konkurrenten aus Assenheim den Klassenerhalt zur Folge hatte. Trotz dieses sportlichen Misser¬folges waren im Rückblick die ersten beiden Jahre wohl insgesamt für den Verein die bes¬ten Jahre, da der große sportliche Erfolg bis auf Katharina nur mit nordhessischen „Eigen¬gewäch¬sen" geschafft wurde!
In den folgenden Jahren veränderten sich das Tischtennis allgemein, die Struktur der Mannschaften und auch die Zusammensetzung unserer ersten Mannschaft. Mehr und mehr wurden ausländische Spielerinnen nötig, um Erfolge zu haben. So sind wir zwar in der folgenden Saison erneut in die erste Bundesliga aufgestiegen, jedoch fehlten uns dann immer mehr die eigenen Talente, um eine starke Mannschaft stellen zu können. Nach dem Aufstieg spielte in der zweiten Bundesligasaison als einzige nordhessische Spielerin nur noch Katrin Meyerhöfer in der ersten Mannschaft. Ob¬wohl die Mannschaft um Katrin und Katharina mit Jin-Sook Cords, einer ehemaligen mehrfachen koreanischen und deutschen Nationalspielerin und Suzan Derkx, einer jungen niederländischen Junio¬rennationalspielerin enorm verstärkt worden war, hatte die Mannschaft in der starken ersten Liga letztlich keine Chance und musste im Frühling 1997 leider wieder absteigen. Trotzdem schaffte Katrin in dieser Saison mit ihren siebzehn Jahren den Sprung in die deutsche Nationalmannschaft und wech¬selte nach dieser Saison zur Bundesliga-Topmannschaft nach Langweid in Bayern. Dort wurde sie in den folgen¬den Jahren mehrfach deutsche Mannschaftsmeisterin. Ebenfalls verließen die Spie¬lerinnen Cords und Derkx den Verein, sodass von der ursprünglichen ersten Mann¬schaft nur noch Katharina blieb und ein völliger Neuan¬fang gemacht werden musste.
Auch sonst standen die Zeichen auf Veränderung. Die letzten Jahre hatten gezeigt, dass die Organisation, Arbeit und auch das finanzielle Engagement immer auf den Schultern weniger und letztlich auch denselben lastete. Auch hatte sich die Struktur eines „Ein - Sparten - Vereins" als problematisch erwiesen, da die Eingebundenheit in einem großen Verein fehlte und der Umfang der zu besetzenden Posten für einen doch an Mitglie¬dern recht kleinen Verein sich immer wieder als recht schwierig er¬wies. So wurden in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 29.1.1997 „die Weichen umgestellt" und bei nur einer Gegenstimme die beabsichtigte Auflösung des TTC beschlossen. Weiter wurde der Vorstand beauftragt, sich um den Beitritt zu ei¬nem anderen Verein zu bemühen. Verhandelt wurde mit der Tischtennisabteilung der TSG Sandershausen und mit dem KSV Auedamm. Schnell stellte sich jedoch her¬aus, dass der Weg zum KSV Auedamm führen würde, dem sich bereits einige an¬dere Abteilungen des „alten KSV" angeschlossen hatten. Grund hierfür waren neben den guten persönlichen Kontakten von Uschi Hempel und Stephan Heidelbach zum ersten Vorsitzenden des KSV Auedamm, Jürgen Würzberg, der frü¬her selbst Mitglied und sogar ein Jahr Abteilungsleiter in der Tischtennisabteilung des KSV Hessen Kassel war, sicher auch die Möglichkeit, beim KSV Auedamm eine neue Abteilung zu gründen und in einem neuen Verein mit den alten Mann¬schaften weiter am Spielbe¬trieb teilnehmen zu können. Als Problem stellte sich nur die Satzung des KSV Aue¬damm heraus, die untersagte, dass im Verein bezahlter Sport ausgeübt wird. Die erste Damenmannschaft spielte damals nach dem Abstieg aus der ersten Bundesliga in der zweiten Liga und auch nach einem Wechsel sollte der Spielbetrieb in dieser Klasse fortgesetzt werden, was allerdings ohne ausländi¬sche Spielerinnen nicht möglich war. Nach einigem hin und her fand man auch hier¬für eine Lösung. Der be¬reits gegründete Förderverein übernahm die Organisation und Finanzierung der ersten Damenmannschaft, die allerdings unter dem Namen des KSV Auedamm am Spielbetrieb teilnehmen soll. Die restlichen Mannschaften liefen normal in der neu zu gründenden Abteilung des KSV Auedamms. Dies wurde sowohl vom Vorstand des KSV Auedamm als auch vom alten Vorstand des TTC und des Fördervereins akzep¬tiert, so dass dem Anschluss nichts mehr im Wege stand. Am 6.5.1997 fand im Club¬raum beim KSV Auedamm die letzte ordentliche und außeror¬dentliche Mitgliederver¬sammlung des TTC statt, in der einstimmig die Auflösung des TTC Kassel beschlos¬sen wurde. Im Anschluss daran fand die erste Mitgliederversammlung der neu ge¬gründeten Tischtennisabteilung des KSV Auedamm statt. Jürgen Würzberg begrüßte die neuen Mitglieder ganz herzlich und leitete die Wahl des Abteilungsvor¬standes, in der Stephan Heidelbach zum Abteilungsleiter, Lisa Ebhardt zur Sportwar¬tin und Tanja Leßmann zur Kassenwartin gewählt wurden.

 

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